Ökumene

Kirche ist Einheit in Vielfalt, gerade keine Einheitlichkeit.

Der Austausch mit anderen Konfessionen und Religionen gehört zum christlichen Glauben. Glauben ist ein Weg, kein Stillstand.
Zum Glauben wie zum Gemeindesein gehören Offenheit, das Bemühen um immer neuen Austausch und der Respekt gegenüber anderen Glaubensweisen und -erfahrungen unverzichtbar dazu.

Die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Marienheim ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Augsburg (AcK) und Teil der Neuburger ökumenischen Runde.

Weitere Mitglieder sind unter Anderem:

  • Römisch-Katholische Kirchengemeinden
  • Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinden
  • …In der AcK sehen sich insgesamt 23 christliche Kirchen miteinander verbunden.

Eine Erläuterung zur AcK des aktuellen Vorsitzenden:

„Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen: Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.“ Dieses Wort von Johann Wolfgang von Goethe aus dem „West-Östlichen Divan“ von 1819 gilt auch für die ökumenische Landschaft Deutschlands, die lange Zeit im Bewusstsein vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger von den zwei großen Kirchen unseres Landes geprägt war. Durch Migrationen unterschiedlichster Art sowie vielfältige andere Faktoren haben wir es heute in unserem Land mit einer Vielzahl von Kirchen und Konfessionen zu tun, die das Christentum repräsentieren und sich in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossen haben. In ihrer Satzung bekennen sie sich zu Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland und in der 2001 angenommenen Charta Oecumenica verpflichten sie sich zu gemeinsamem Zeugnis und Handeln. So gehören Begegnung und gemeinsames Gebet ebenso wie das theologische Gespräch, der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung ebenso wie das Eintreten für verfolgte Christen weltweit zu den Schritten auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirche Jesu Christi. Wir verwenden dafür gern das Bild des Pilgerweges, der unterschiedliche Mitwandernde, die von unterschiedlichen Orten und unterschiedlicher Geschwindigkeit zu einem Ziel unterwegs sind, vereint.

Seit über 70 Jahren tut dies die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Dass seit 2019 ein orthodoxer Christ ihr Vorsitzender ist, mag das eingangs zitierte Wort Goethes bestätigen.

Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der ACK seit 2019

Die Blinden und der Elefant

In einer kleinen Stadt waren alle Menschen blind. Das war schon immer so gewesen, seit Menschengedenken. Die Menschen dieser Stadt hatten sich in ihrem Alltag gut darauf eingerichtet, nichts zu sehen.

Eines Tages aber hörten sie ein lautes Trompeten, dass sie noch nicht kannten. Direkt vor den Toren der Stadt stand ein Elefant. Die Bewohner wollten natürlich wissen, woher der Lärm komme. So schickten sie fünf Wagemutige vor die Stadttore um die neuartige Lärmquelle ergründen.

Die Fünf gingen vor die Tore der Stadt und betasteten den Elefanten vorsichtig mit ihren Händen. Dabei stand jeder der Fünf an einer anderen Stelle. Jeder machte sich ein eigenes Bild von dem Elefanten. Und jeder hielt sein Bild für richtig.

Als die Fünf nach einiger Zeit in ihre Stadt zurückkamen, wurden sie aufgeregt von den anderen Bewohnern ausgefragt: „Was ist da draußen vor unseren Stadttoren? Sagt es uns! Müssen wir uns fürchten?“

Da erzählten die Fünf, was sie wussten: Der erste, der den Rüssel des Elefanten ertastet hatte, meinte: „Das Ding gleicht einer großen Wasserpfeife. Aber es ist warm und weich.“ Der zweite, der das Ohr ertastet hatte, sagte: „Nein, es ist eher wie ein großer Fächer oder wie ein Teppich. Aber es bewegt sich.“ Da widersprach der Dritte, der ein Bein angefasst hatte: „Nein, bewegt hat sich gar nichts! Es war wie eine feste Säule.“ Da meinte der Vierte: „Eine feste Säule? Nein, eher ein kleiner, lebendiger Pinsel!“ Der das sagte, hatte den Schwanz des Elefanten untersucht. Der Fünfte schließlich, der die Hand auf den Rücken des Elefanten gelegt hatte, war überzeugt: „Er ist wie ein Thron, hoch erhaben über dem Boden.“

So berichtete jeder, was er erfahren hatte und die Bürger der Stadt kamen ziemlich durcheinander. Es gab großen Streit zwischen ihnen, denn sie konnten sich kein Bild machen. Keiner wusste, was da nun vor ihrer Stadt stand, wie es aussah oder ob es gefährlich sei. Keiner kannte das Ganze.

Genauso ist es mit Gott. Immer erkennen wir nur einen Teil von ihm, niemals sehen wir ihn selbst in seiner ganzen Größe.

Februar

04.02. 9 Uhr Maxweiler Kirche  Sperber

11. 02. 18 Uhr Marienheimer Kirche       Sperber

18.02. 9 Uhr  Marienheimer Kirche Bogenreuther

25.02. 18 Uhr    Marienheimer Kirche  Sperber

Gottesdienst „a wengerl anders“