2020/2021 – was so war und ist in Marienheim…

Vor Corona

Zur Adventszeit war alles noch wie alle Jahre wieder: der 1. Advent mit Posaunenchor und der 3. Advent mit Krippenspiel der Kleinsten  und dem Akkordeonkreis Donaumoos und der Heilig Abend wieder festlich mit dem PC. Und natürlich waren da all die Gottesdienste in Maxweiler und die “A Wengerl-Anders”-Gottesdienste. Und da war der Seniorenclub mit Adventlichem und Karnevalistischem und vielem mehr. Und da war der Frauenkreis mit Themen zum Jahreskreis und Weihnachtsanspiel und Weltgebetstag und 7 Wochen ohne und vielem anderem…

Da war Ökumene wie immer: Bibelabende,  Valentinsgottesdienst in der Apostelkirche, Friedensgottesdienst in St. Ulrich, gemeinsamer evangelischer Konfirmandenunterricht in der Christuskirche, da waren Predigttausch und Urlaubsvertretung.

Und die Jugend traf sich mit Nikolausi-Andacht und kleinem Ausflug zum Schwimmen oder Spiele- oder Filmabend. 

Und die Kinder waren unterwegs mit Pferd und St. Martin durch Marienheim…

Und dann im März, war nichts mehr wie immer:

Während Corona

Es gab: keine Präsenzgottesdienste, keine Gruppen, keine Ausflüge mehr, keine Jubelkonfirmation, keinen ökumenischen Himmelfahrtsgottes- dienst im Moos, keinen ökumenischen Gottesdienst an der Hofkirche mit Don Camillo und Peppone und keine gesamtevan- gelische Konfirmation…

Es gab keine Besuche des Pfarrers zum Geburtstag, keine PC Proben. Auf einmal war alles Selbstverständliche weg…

Und dafür gab es Anderes in der Zeit: Gottesdienste im Internet, Anrufe zum Sonntagssegen und Briefe…

Aber dennoch, vor allem eben gab es: Abstand. Damit wir uns später einmal wohlbehalten wieder näher kommen, miteinander feiern können.

Wie weiter – unter Corona…

Und es ging weiter. Und es ist wieder losgegangen in unserer Kirche. Mit 15-25 Gottesdienstbesuchern, mit Desinfektion und Masken, und mit einer Plexiglasscheibe vor der Kanzel. Mit mobilen Mikros inzwischen. Und im Sommer mit dem Kirchentor weit offen. 

Und mit dem Posaunenchor ist es wieder losgegangen, wobei auch in der Quarantänezeit noch Posaunentöne zu hören waren, Abends um 18 Uhr, erklang eine einzelne Trompete zum Abendgruß vom Brombacher-Haus durch Marienheim…

Und ehemalige Konfirmanden haben vielleicht was von der Sama- ritergeschichte im Kopf behalten, vor allem aber ganz viel Nächsten- und Nachbarschaftssinn von Eltern und Großeltern geerbt und waren bereit für die Älteren im Ort einzukaufen…

Das waren so Dinge, wo ich dachte: Kirche hat nie aufgehört, ist immer im Ort geblieben: Wenn Melodien mit der Orgel auf dem Handy aufgenommen und  später  gesendet  wurden,  wenn  die  Alten  von  Ihren  Lieben  und Nachbarn versorgt wurden, oder von ihren tollen Seniorenclub-Leiterinnen später, als es wieder möglich war, in aller Vorsicht besucht wurden und wenn man wieder zusammenkam und im Gottesdienst oder bei der Taufe oder  bei  der  Beerdigung  erleben  konnte:  wir  gehören  und  stehen zusammen in Leid und Freud – wenn auch mit 1,5 m Abstand weiterhin. Und man gewöhnte sich ein wenig ans Einkaufen mit Maske und freute sich auch am Zusammenstehen vor und nach dem Gottesdienst im Freien ohne Maske.

Und manchmal kamen dann auch wieder ganz besonderen Momente: wenn die Paten oder Eltern das Taufwasser auf die Stirn ihres Täuflings netzen durften, während der Pfarrer auf Abstand segnete. Oder wenn eine Konfirmandin  in  Maxweiler Ihre Konfirmation im Garten Ihres  Elternhauses mit ihrem Pfarrer und Ihren Lieben feiern konnte. Und das hab ich in dieser Zeit wieder gelernt: Es wird immer weitergehen, in guten, oder auch in Coronazeiten, weil wir Gotteskinder immer wieder teilen, Gutes tun, einander gut sein und aufbauen wollen.

Und wie ging noch weiter?

Wie wir das nun auch in der kommenden Winterzeit am besten handhaben, da werden wir uns weiter Gedanken machen. Der Gottesdienst wird unter den gegebenen Bedingungen weiter stattfinden, solange es das Pandemie-Geschehen zulässt. Anmeldungen sind derzeit nur bei besonderen Gottesdiensten notwendig, siehe weiter unten. Allerdings werden wir die Namen der Gottesdienstbesuchenden immer auf einer Liste vermerken, zur Nachverfolgung, falls doch einmal ein positiver Coronafall auftreten sollte. Gruppen und Kreise treffen sich aus gegebenen Vorsichtsgründen vorerst nicht. Am 8. November fand die Gemeindeversammlung als 10minütige Kurzveranstaltung nach dem Gottesdienst statt.

Der dabei vorgestellte Haushaltsplan ist in fast allen Punkten in Einnahmen und Ausgaben ziemlich gleich geblieben im Vergleich zu den Vorjahren, mit einer Ausnahme:

Anders als in den Jahren zuvor, hat der aufgestellte Haushalt 2021 ein wesentlich höheres Volumen, weil in diesem Jahr die Sanierung der Kirche anstehen wird. Das beauftragte Ingenieursbüro hat einen Kostenvoranschlag von 655.000 Euro errechnet. Dabei wird der fäulnis- und fraßgeschädigte Dachstuhl erneuert und die Kirchenwände bekommen eine Horizontalsperre, damit die aufsteigende Feuchtigkeit in Zukunft nicht mehr den Außen- und Innenputz beschädigt. Gleichzeitig wird der Glockenturm restauriert, eine gerissene Glocke geschweißt und die Orgel grundgereinigt. Die Kirche wird nach Abschluss der Arbeiten teils neu verputzt und innen und außen gestrichen.

Die Gesamtsumme der Maßnahme müssen wir dabei nicht allein aufbringen. Für die Hälfte der Bausumme erhalten wir von unserem Synodalverband einen Bauzuschuss. Außerdem können wir über ein Viertel der Summe ein zinsloses Darlehen erhalten. Dieses Darlehen kann dann in den nächsten 5 – 6 Jahren aus unserer jährlichen Bauzuweisung getilgt werden. Um den verbleibenden Rest zu zahlen, verfügt die Kirchengemeinde Marienheim dank sparsamen Wirtschaftens in den letzten Jahren über genügend finanzielle Mittel. Und hat auch noch genug über für alle sonstigen Fälle…

Stattfinden konnten im November mit der weiterhin eingeschränkten Besucherzahl die Gottesdienste zum Volkstrauertag, zum Buß-und Bettag und zum Ewigkeitssonntag in der Marienheimer Kirche. Die Andacht am Friedhof mußte leider entfallen.

Zum ersten Advent gab es diesmal um 17.30 Uhr ein Adventsblasen mit einer Corona-gemäßen Kleinbesetzung des Posaunenchores vor der Kirche, und um 18 Uhr dann den Adventsgottesdienst a wengerl anders in der Kirche. Ein Krippenstück in der Kirche am dritten Advent konnten wir wegen der Begrenzungen leider nicht aufführen.

Dafür wurde es aber eine adventliche Lesungsandacht mit Musik aus dem neuesten Weihnachtsbuch von unserer Waltraud Götz am 4. Dezember um 19 Uhr in der Kirche, die unter dem youtube-Kanal “Evangelisch-reformierte Kirche Marienheim” auch weiterhin zu sehen ist.

Zu Heilig Abend  Wiesn-Kurzgottesdienst im Freien nach Erhalt der neuesten Verordnungen leider ausfallen lassen, dafür gab es dann einen Heilig-Abend-Früh-Gottesdienst um 10 und einen zweiten wirklich zum Heiligen Abend um 18 Uhr in der Kirche. Da auch die Gottesdienste am 1. und 2. Weihnachtstag Gelegenheit gaben, vorangemeldet einen Weihnachtsgottesdienst zu besuchen, und da der Heilig-Abend-Gottesdienst auch wieder auf youtube zu sehen war, konnte doch im Rahmen des Möglichen von unserer Gemeinde die Weihnacht gut begangen werden.

Und zu Beginn des neuen Jahres?

Natürlich hoffen wir, dass auch folgende Veranstaltungen über unsere Gemeinde hinaus, aber unter Mitwirkung Ihres Pfarrers, stattfinden dürfen. Geplant sind sie zumindest einmal:

Statt der  Bibelwoche sollen im kommenden Jahr drei Bibelgottesdienstabende statfinden, in denen ein katholischer und evangelischer Geistlicher sozusagen ein Predigtgespräch halten werden. Für Freitag, den 29. 1., ist daher um 19.00 Uhr ein Bibelgesprächsgottesdienst in Zell geplant. Herbert Sperber und Hubert Seitle werden dort im Dialog predigen.

Und am Sonntag, den 14. 2. um 20.00 Uhr soll der ökumenische Valentins- gottesdienst in Sankt Ulrich für alle Verliebten, Verlobten, Verheirateten und Verbandelten gestaltet werden, mit Segnung der Paare und unter musikalischer Begleitung der schon im letzten Jahr so hochgelobten Band „Cloud Seven“!

Für alle Gottesdienste gilt: Sie werden stattfinden, wenn nicht staatliche Maßnahmen zum Schutz vor Covid 19 die Gottesdienste aussetzen lassen. Bitte beachten Sie hierfür die Nachrichten.

Und was mir in dieser besonderen Winterzeit noch einmal wichtig ist: solange es möglich ist, komme oder fahre ich gern bei Ihnen vorbei, auch wenn es mal ein längerer Weg sein sollte. Oder wenn Sie gern mal am Telefon jemanden zum Reden haben wollen: ich nehm mir gerne Zeit dafür!

Rufen Sie mich einfach an: 08431 8553!

Liebe Gemeinde, auch wenn 2021 wahrscheinlich noch manches mit Abstand zu gestalten ist, wir werden weiterhin – selbst mit Abstand – zusammen auf dem Weg bleiben. In Freud und Leid.

Und Einer ist gekommen in die Welt, um grad in dunkleren Zeiten uns zu sagen: ich bin das Licht. Und bin bei euch. Alle Tage.

Und darauf hoffend schau mer halt, wie wir zusammen am besten weiterhin Kirche im Ort und in der Welt sein können….

Bleiben Sie gut behütet!

Ihr   

Herbert Sperber

Freiheit heißt nicht, dass ich tun und lassen kann, was ich will, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen. Christliche Freiheit heißt:

Rücksicht auf andere, Verantwortung für andere, gerade für die Schwächsten.

Prof.Dr. Heinrich Bedford-Strohm

Unter folgendem Link steht der aktuelle Gemeindebrief zum Download bereit

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